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CDU Dresden | Programm für 2019 – 2024

 

Kultur | Bildung | Infrastruktur | Klima | Jahreskarte | Wohnen | Sicherheit | Arbeit | Bauen | Familie | Freizeitgestaltung | Wandel | Heimat

Dresden vereint Hochkultur und großstädtische Lebendigkeit, verbindet barocke Eleganz mit der Schönheit des Umlands und bringt Hochtechnologie mit traditionellem Handwerk zusammen. Dresden gehört zu den schönsten und lebenswertesten Städten im Herzen Europas. Darauf sind wir stolz! Das wollen wir bewahren!

Dresden ist eine Stadt für unterschiedliche Lebensentwürfe. Sie ist eine Stadt für alle, die unsere Werteorientierung respektieren und gern hier leben wollen – ganz nach ihren eigenen Vorstellungen. Diese liberale Grundhaltung verbinden wir mit einem klaren ordnungspolitischen Anspruch: Wir wollen eine sichere, saubere und ordentliche Stadt, die viele Freiräume bietet und auf eine Kultur des Miteinanders setzt.“

Wir wollen, dass Dresden auch in Zukunft eine lebenswerte und attraktive Stadt bleibt: Dresden soll offen sein für Menschen aus aller Welt, sich jedoch auch ihren typisch sächsischen Charme erhalten. Dresden ist insbesondere eine Stadt für Familien, in der sich alle Generationen zu Hause fühlen und sich verwirklichen können. Sie ist unsere Heimat.

Dresden ist eine wachsende Stadt. Das bringt neue Herausforderungen mit sich, denen wir uns als CDU stellen. Wir brauchen insbesondere wirkungsvolle Lösungen im Wohnungsbau: Mieten sollen bezahlbar und der Traum vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung muss erreichbar bleiben. Wir wollen eine moderne und flexible Infrastruktur, qualitativ hochwertige Bildungs- und Kulturangebote für alle Altersgruppen, vielfältige und sinnstiftende Freizeitangebote sowie ein innovationsförderndes und unternehmerfreundliches Klima in der Stadt schaffen.

Für uns ist die soziale Marktwirtschaft auch im digitalen Zeitalter ein Erfolgsmodell: Wirtschaftliche Freiheit, solide städtische Finanzen und sozialer Ausgleich müssen Hand in Hand gehen – nur so handeln wir generationengerecht. Wir wollen, dass Dresden durch seine Kultur des Ermöglichens unter den deutschen Städten heraussticht.

Gemeinsam in Dresden: Verantwortung für eine Kultur des Zusammenhalts.

Wir als CDU Dresden verstehen uns als Repräsentant der Bürger – nicht als deren Schulmeister. Es ist nicht unsere Aufgabe, den Dresdnern vorzuschreiben, wie sie leben und was sie denken sollen: Wir eröffnen Wahlmöglichkeiten! Den respektvollen Umgang miteinander sehen wir als Garanten für ein gelingendes und vertrauensvolles Zusammenleben. Unser Fundament hierbei sind die christlichen und humanistischen Werte. Sie sind Leitbild und Anspruch unseres politischen Handelns. Die Kirchen sehen wir als wichtige Partner bei der Wertevermittlung.

Egal welcher Konfession und welcher Herkunft, welchen Geschlechts und welchen sozialen Standes – wir wollen verschiedensten Menschen helfen, in Dresden eine Heimat zu finden. Wir dulden keine menschenverachtenden oder antisemitischen Taten weder vom linken noch vom rechten Rand in unserer Stadtgesellschaft.

Die Integration von Zuwanderern soll Chancengerechtigkeit und Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen ermöglichen. Eine Voraussetzung dafür ist, dass die Zuwanderer, die mit einer dauerhaften Bleibeperspektive zu uns kommen, auch die Integration wollen. Wir erwarten von ihnen darüber hinaus die konsequente Achtung unserer Werte und Gesetze sowie das Erlernen der deutschen Sprache. Eine gelingende Integration beginnt bereits bei der frühkindlichen Bildung und setzt sich über die schulische Ausbildung bis zur Erlangung eines Berufsabschlusses fort, um später gut miteinander zusammenzuleben.

Bildung zuerst: Qualität hat Zukunft.

Gute Bildung zeichnet sich nicht allein durch inhaltliche Konzepte und qualifiziertes Personal aus. Die Qualität unserer Kitas und Schulen bemisst sich auch an ihrer Attraktivität als Lern- und Spielorte. Moderne Gebäude mit hochwertiger Ausstattung unterstützen die engagierte Arbeit von Pädagogen und geben Motivation für unsere Kinder. Dazu gehören für uns auch sanitäre Einrichtungen, die diesen Namen auch verdienen.

Wir werden daher die Modernisierung und den Neubau von Kitas und Schulgebäuden mit Hochdruck vorantreiben. Darin eingeschlossen sind alle Maßnahmen zur weiteren Digitalisierung der Dresdner Schulen. Als CDU geben wir Eltern, Erziehern und Lehrern unser Wort, unseren Kindern das bestmögliche Lernumfeld zu bieten. Mit uns werden Investitionen in Schulen und Kitas weiterhin die Nummer 1 der Haushaltsprioritäten bleiben.

Um die beengte Situation für den Schul- und Vereinssport zu entschärfen, werden wir in den kommenden fünf Jahren ein Sonderbauprogramm zur Sanierung und dem Neubau von mindestens 20 Schulsporthallen auf den Weg bringen. Es ist darauf zu achten, nicht nur Schulbedarfe sondern auch Vereinsbedarfe zu berücksichtigen. Neu zu schaffende Freianlagen sind in der schulfreien Zeit auch der öffentlichen Nutzung zugänglich zu machen.

Wir unterstützen die Bildungsstrategie unseres Bildungsbürgermeisters, in besonderen städtischen Problembereichen beherzt einzugreifen. Die Lösung sozialer Probleme braucht Ehrlichkeit in Analyse und Debatte. Nur so können wir die verfügbaren Mittel zielgerichtet und konzentriert einsetzen. Wir müssen die Kinder wieder in den Mittelpunkt städtischer Hilfe stellen. Deshalb wollen wir Sozialpädagogen gezielter an den Schulen und den Kitas einsetzen, wo sie für Kinder, Jugendliche und Eltern am wirksamsten tätig werden können.

Zur Verbesserung der Integrationsarbeit von Zuwanderern wollen wir die vorschulische Betreuung und Sprachförderung in Kitas schrittweise ausbauen, ebenso die außerschulische Betreuung und die Sozialarbeit an den Schulen. In enger Zusammenarbeit mit dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit und dem „Netzwerk Integration und Migration Dresden“ werden wir uns für eine zügige und erfolgreiche Integration von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt einsetzen.

Wir unterstützen die Ausstattung aller städtischen Schulen mit vier Fahnenmasten und die Beflaggung dieser mit der Fahne der Europäischen Union, Deutschlands, Sachsens und Dresdens.

Staus braucht niemand: Moderne Verkehrsinfrastruktur.

In den nächsten Jahren werden Investitionen in eine moderne Verkehrsinfrastruktur eine wichtige Aufgabe darstellen. Dabei muss Platz für alle Verkehrsteilnehmer sein: Das gilt für die Nutzer des ÖPNV genauso wie für Radfahrer, Autofahrer oder Fußgänger.

Wir wollen Straßen im Bestand erhalten und sanieren sowie die Verkehrsflüsse verbessern. Dazu gehört für uns die Umsetzung der Grünen Welle auf den Hauptstraßen genauso wie der konsequente weitere Ausbau des ÖPNV-Angebotes. Mit uns ist ein verkehrspolitisch fragwürdiger Rückbau von Straßen wie z. B. der Zellesche Weg oder die Albertstraße nicht zu machen! Als Eingangstor zur Stadt muss die Stauffenbergallee West einladend und leistungsfähig, das heißt vierspurig, ausgebaut werden.

Darüber hinaus werden wir die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger erhöhen. Das städtische Radverkehrskonzept soll zügig umgesetzt, zentrale Radwegachsen und Radschnellwege sollen ausgebaut und Fußwege zügig saniert werden. Ebenso müssen Defizite im Straßenbeleuchtungskonzept behoben werden.

Von besonderer überregionaler Bedeutung sind die Straßen B6n im Dresdner Westen und S177 im Dresdner Osten. Bei beiden Vorhaben werden wir uns weiter dafür einsetzen, dass Planung und Bau weiter zügig vorangetrieben und die Maßnahmen so schnell wie möglich fertiggestellt werden. Zudem setzen wir uns sich für den besseren Anschluss und engere Taktung des ÖPNV in den städtischen Außenbereichen ein.

Das Blaue Wunder wird voraussichtlich aus statischen Gründen für den Autoverkehr absehbar nicht mehr zur Verfügung stehen. Daher brauchen wir für die Zukunft eine weitere Elbquerung im Dresdner Osten. Dafür werden wir gemeinsam mit den Bürgern die notwendigen Weichen stellen.

Klima und Technik: Alternative Antriebsarten fördern.

Wir lehnen generelle Fahrverbote für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ab. Dennoch wollen wir Dresden als gesunde, klimafreundliche Stadt entwickeln und hierfür das Potenzial von Natur und Technik nutzen. Zur Reduzierung von Emissionen braucht es nach unserer Auffassung statt einer Verbotskultur vielmehr vernünftige und kreative Lösungen wie beispielsweise stärkere Investitionen in die Materialforschung und in die Entwicklung moderner Antriebstechnologien.

Die Stadt muss dabei mit gutem Beispiel vorangehen. Wir wollen mehr Busse mit umweltfreundlichen Antrieben auf die Straße bringen. Städtische Unternehmen und die Stadtverwaltung sollen nach und nach ihre Fahrzeugflotte auf alternative Antriebsarten umstellen. In Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben ist der Einsatz beispielsweise von Hybrid-, Elektro-, und Brennstoffzellentechnik auszubauen und Mobilitätskonzepte zu fördern.

Damit diese Antriebsarten bei den Dresdnern mehr Akzeptanz erfahren, müssen wir nicht nur in Zusammenarbeit mit der DREWAG und den Automobilherstellern stadtweit u.a. mehr Ladestationen für Autos und Fahrräder bereitstellen, sondern auch innovative digitale Konzepte und Dienstleistungen fördern. Die Stadtverwaltung soll mit uns diese Formen der gesunden und umweltschonenden Mobilität unterstützen und z. B. bei Sanierungen oder Neubauten von Verwaltungsgebäuden sichere Unterstell- und Lademöglichkeiten schaffen. Darüber hinaus ist es unser Ziel, die Innovationszentren, die wir nicht nur mit der Elektro-Sparte von VW in unserer Stadt haben, verstärkt in die kommunalen Ausbaustrategiegen einzubinden.

Zur Zukunft der Mobilität gehört für uns untrennbar auch das autonome Fahren mittels der der 5G-Technologie auf der Schiene und auf der Straße.

Einfacher Tarif für alle: Jahreskarte für Bus und Bahn für 1 Euro am Tag.

Damit wir Menschen den Umstieg auf Busse und Straßenbahnen der DVB erleichtern können, wollen wir das Tarifsystem vereinfachen und in die Flotte der DVB investieren – auch der Umwelt zu Liebe.

Wir wollen mit der DVB und dem VVO gemeinsam die notwendigen finanziellen, infrastrukturellen und betrieblichen Voraussetzungen besprechen, um eine Jahreskarte für 365 Euro als Zusatzangebot zu den bestehenden Tarifvarianten einzuführen. Und zwar für jeden! Davon haben alle Dresdner – vom Schüler bis zum Rentner – unabhängig vom Geldbeutel, einen Nutzen. Ziel ist es außerdem, dass die Umwelt geschont und die Luft in unserer Stadt sauber gehalten wird.

Wohnen: Für jeden Geldbeutel.

Unser Grundsatz gilt nach wie vor: Wir wollen Wohnungen für jedes Einkommen! Statt allein Sozialwohnungsbau für wenige, wollen wir bezahlbaren Wohnraum für alle. Dazu zählt natürlich auch der soziale Wohnungsbau, aber eben nicht einseitig und planlos, mit leeren Versprechungen und ohne Rücksicht auf bestehende Strukturen.

Unsere wachsende Stadt braucht eine neue und wirkungsvolle Wohnbaustrategie, die allen Dresdnern zu Gute kommt und nicht nur einer vergleichsweise kleinen Gruppe mit Wohnberechtigungsschein. Der soziale Wohnungsbau allein kann den großen Bedarf an Wohnungen im mittleren Preissegment nicht decken. Neben der Unterstützung von Geringverdienern, wollen wir auch unsere wohnungspolitische Verantwortung für die mittleren Einkommen und somit den Großteil der Dresdner wahrnehmen.

Deswegen werden wir u.a. auch beim Flächenerwerb private Bauherren verstärkt unterstützen und Wohnungsgenossenschaften wieder fördern. Dort ist das Geld am besten angelegt. Bei großen Bauvorhaben wollen wir über städtebauliche Verträge mit Investoren erreichen, dass ein Anteil an Sozialwohnungen zur Verfügung gestellt wird.

Wir werden außerdem prüfen, ob die Schwellenwerte beim Wohnberechtigungsschein noch der aktuellen Dynamik entsprechen. Wir wollen Grundstücke viel mehr als jetzt für Bauherrengemeinschaften und den Einfamilienhausbau verstärkt in den Ortschaften und äußeren Stadtbezirken zur Verfügung stellen.

Keine Kompromisse: Sicher. Sauber. Ordentlich.

Unser Anspruch ist es, dass sich die Dresdner und ihre Gäste zu jeder Tages- und Nachtzeit frei und sicher in ihrer Stadt fühlen können. In Dresden dürfen Drogenhändler keinen Platz haben! Störungen des öffentlichen Friedens müssen konsequent geahndet werden. Nach fünf verschenkten Jahren durch Rot-Rot-Grün müssen wir die Sauberkeit auf unseren Straßen, Fußwegen, Plätzen und Parks wieder zum Schwerpunkt machen. Eine saubere und ordentliche Stadt ist Bedingung für eine sichere Stadt.

Illegale Graffitischmierereien sind schnell zu bestrafen und nachhaltig zu beseitigen. Wir werden die kommunale Präventionsarbeit ausweiten und den Austausch zwischen Schulen, Jugend- und Sozialarbeit, Ordnungsamt und Polizeibehörde, Kirchen und Bürgern fördern. Hierfür ist die Arbeit des Kriminalpräventiven Rates in Dresden auszubauen.

Darüber hinaus wollen wir stadtteilbezogene Sicherheitskonzepte entwickeln und, wo nötig, Waffenverbotszonen einführen. Mit dem Einsatz moderner Videoüberwachungstechnik, sicher gestalteten öffentlichen Plätzen und Anlagen sowie der weiteren Verstärkung des Gemeindlichen Vollzugsdienstes (Polizeibehörde) sorgen wir für spürbar mehr Sicherheit. Ebenso müssen, ebenfalls im Interesse der Sicherheit, Defizite im Straßenbeleuchtungskonzept behoben werden.

Unser Augenmerk gilt auch der personellen und technischen Ausstattung des freiwilligen und hauptamtlichen Brand- und Katastrophenschutzes sowie der Rettungsdienste in unserer Stadt und der Vernetzung mit den angrenzenden Landkreisen. Das schließt die Förderung der Jugendwehren mit ein.

Traumjob in Dresden: Tolle Unternehmer. Attraktive Arbeitsplätze.

Wir sind stolz, dass in den letzten Jahren große Unternehmen in unserer Stadt investiert haben und damit tausenden Menschen eine Zukunft bieten. Rückgrat der Dresdner Wirtschaft sind jedoch nach wie vor die kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie die vielen Handwerksbetriebe.

Unter Mitwirkung der Handwerkskammer und IHK Dresden unterstützen wir das Handwerk und die mittelständischen Betriebe beim Abbau von bürokratischen Vorschriften. Die aufblühende Branche der Kreativwirtschaft sehen wir als zusätzlichen zukünftigen Wirtschaftsmotor.

Um den Dresdnern bezahlbare Strompreise anbieten zu können, unterstützen wir den Energieverbund von DREWAG und ENSO mit Augenmaß bei der Entwicklung von neuen Technologien. Zu einer stabilen Energieversorgung gehören für uns auch Investition in Energiespeicher, um zukünftig die Versorgungssicherheit im ENSO-Netz garantieren zu können.

Wir wollen durch ein erheblich investitionsfreundlicheres Klima in der Stadtverwaltung und im Stadtrat auch weiterhin attraktive Arbeitgeber nach Dresden holen. Die Technische Universität Dresden und die anderen Hochschuleinrichtungen sowie die außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind für uns ein wichtiger Impulsgeber, die wir in ihrer Entwicklung ebenso unterstützen.

Entschlossen werden wir die Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben und eine flächendeckende und leistungsfähige Breitbandversorgung ermöglichen. Zudem werden wir weitere Gewerbe- und Entwicklungsflächen ausweisen, Start-Ups mit günstigen und flexiblen Raumkapazitäten gerade in den ersten Jahren unterstützen und uns bei all diesen Vorhaben besser mit dem Umland von Dresden vernetzen. Zur Unterstützung der Gründerszene wollen wir sogenannte Techshops und Fablabs einrichten – am besten in den vorhandenen und zukünftigen Technologie- und Gründerzentren sowie den Beruflichen Schulzentren.

Getreu dem Motto: „Gemeinsam sind wir stärker“ wollen wir eine regionale Verantwortungsgemeinschaft schaffen, die in den Bereichen Verkehrsinfrastruktur, Gewerbeflächenangebot sowie Tourismus und Marketing eng zusammenarbeitet. So lässt sich die dynamische Entwicklung der Region zum Vorteil aller nutzen.

Um all diese Prozesse auch personell zu untersetzen, wollen wir wieder einen Wirtschaftsbürgermeister, der Wirtschaft und Tourismus in der Stadt und der Verwaltung Priorität einräumt. Wir wollen eine Verwaltung, die sich als Dienstleister von Bürgern und ansässigen sowie neuen Unternehmern versteht und hier einen Spitzenplatz unter den deutschen Großstädten einnimmt.

Barock und Moderne: Bauen mit Charakter und Augenmaß.

In Dresden wird auch in den kommenden Jahren weiter gebaut. Diesen Prozess wollen wir planvoll und mit Augenmaß steuernd begleiten.

Wir wollen innerstädtisch vorrangig Baulücken schließen und leerstehende Gebäude wieder nutzbar machen. So lässt sich bodenschonend neuer Arbeits- und Wohnraum schaffen. Auf großflächige Nachverdichtungen in der Innenstadt, jenseits der bereits angeschobenen Projekte, werden wir künftig verzichten. Damit wollen wir einer Überfrachtung entgegenwirken und einen Beitrag dazu leisten, das städtische Klima möglichst stabil zu halten, insbesondere in heißen Sommern.

Um dennoch ausreichend Wohnraum schaffen zu können, wollen wir Bebauungsflächen vor allem in den äußeren Stadtbezirken und den Ortschaften ausweisen und dabei eine vernünftige Balance zwischen Neubau- und Naturschutzarealen halten. Ebenso unterstützen wir den Bau von Hochhäusern an ausgewählten Orten aber nur dort, wo es ins städtische Bild passt. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Schutz der historischen Dresdner Stadtsilhouette, die durch Neubauten nicht beeinträchtigt und gestört werden darf.

In der teilweise aufgeheizten Diskussion über Baustile in Dresden wollen wir zwischen den sehr unterschiedlichen Positionen vermitteln und die Debatte versachlichen. Grundsätzlich ist es richtig, dass sich die Vielfallt in unserer Stadtgesellschaft auch in den Baustilen wiederfindet, dabei aber das ästhetische Gesamtbild beachtet wird. Wir wollen im Rahmen kommunaler Möglichkeiten einerseits die sinnvolle Begrünung von Gebäuden und andererseits pflanzenbasierte Stadtmöbel im öffentlichen Raum aber auch naturfreundliche Begrünungskonzepte fördern.

Jung und Alt: Heute schon an morgen denken.

Alle möchten in Geborgenheit und Würde alt werden. Als Partei mit christlichem Wertefundament ist uns dieses Bedürfnis ein zentrales Anliegen. Alt werden bedeutet zunächst auch: Neue Freiräume für eigenes Erleben haben, für neue Bildungsangebote, für die Unterstützung der Familie, für gesellschaftliches Engagement, für die Weitergabe von Lebenserfahrung.

Hierzu gute Rahmenbedingungen zu schaffen, ist uns ein wichtiges Anliegen. Später brauchen ältere Menschen dann oft selbst Unterstützung und Betreuung. Daher werden wir dafür Sorge tragen, dass Familien die Sicherheit haben, gute Pflege- und Betreuungsmöglichkeiten zu finden. Wir setzen uns für ein gut ausgebautes Netz von Ärzten, Kliniken, stationären und häuslichen Pflegedienstleistungen ein. Weiter werden wir die Schaffung von Hospizplätzen unterstützen.

Überdies werden wir die Betreuungsmöglichkeiten und das soziale Leben alleinstehender, älterer Menschen verbessern und so der Vereinsamung vorbeugen. Mit Besuchsprogrammen und der Einrichtung und Unterstützung von leicht erreichbaren Stätten der Begegnung wollen wir einen Anfang machen. Wir werden hierzu ein städtisches Förderprogramm auflegen. Dabei sind die Träger der Freien Wohlfahrtspflege, Kirchen und private Träger unsere maßgeblichen Partner. Die Anzahl von Bänken und öffentlich zugänglichen Toiletten ist zu erhöhen.

Weiter wollen wir prüfen, ob eine besondere Form des gegenseitig hilfreichen Miteinanders von Jung und Alt auch bei den Dresdnern auf Interesse trifft: Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ vermittelt Wohnpartnerschaften zwischen Jung und Alt. Studierende bekommen ein günstiges Zimmer, Senioren Hilfe im Alltag.

Dresden braucht starke Familien. Eltern tragen in erster Linie die Verantwortung für das Wohlergehen und die Erziehung der Kinder. Um die Entwicklung von Kindern zu fördern und Eltern zu unterstützen, wollen wir die Projekte der „Frühen Hilfen“ als präventive Hilfe für Familien stärken.

Sinnstiftende Freizeitgestaltung: Kultur, Ehrenamt und viel mehr.

Mit dem einzigartigen Kulturangebot in Dresden wurde in den letzten Jahren etwas Beispielloses in ganz Deutschland geschaffen. Das werden wir bewahren. Es gehört jedoch viel mehr dazu, um die Freizeit sinnstiftend verbringen zu können. Deshalb wollen wir das Ehrenamt stärker fördern z. B. durch die Umsetzung und Weiterentwicklung des städtischen Konzepts zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Den Investitionsstau bei Sportstätten wie im Sportpark Ostra wollen wir beherzt abbauen. Die Dresdner Sportvereine mit ihren über 100.000 Mitgliedern werden wir stärker unterstützen.

Kulturpolitisch bildet Dresdens Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt Europas einen Schwerpunkt. Wir verbinden mit der Bewerbung die Erwartung, dass Kultur in den politischen und gesellschaftlichen Raum hineinwirken und Impulsgeber für eine neue Kultur des Miteianders in unserer Stadtgesellschaft wird.

Eine ausgeprägte Stadtkultur ist wichtig für die Identität ihrer Bürger. Wir setzen dabei auf die wertvolle Arbeit, die zumeist ehrenamtlich in Verschönerungs-, Geschichts- und Kulturvereinen, Chören, Laienorchestern u.a. geleistet wird. Dresden ist eine Stadt für unterschiedliche Lebensentwürfe. Sie ist weltgewandt – aber traditionsbewusst. Wir wollen ihren Charakter als Kulturmetropole bewahren und eine Bürgerkultur mit lebendigem Lokalkolorit. Wir werden die örtlichen Vereinsstrukturen fördern, die Stadtteilkulturen stärken und uns dafür einsetzen, dass die Dresdner von allen Stadtteilen und Ortschaften aus leicht erreichbare Bürgerhäuser bekommen.

Erholungsräume wie die vielen Dresdner Kleingarten- und Parkanlagen wollen wir fördern und erweitern, den Dresdner Zoo wollen wir im Bestand weiterentwickeln.

Die Wiedereröffnung des Fernsehturms ist vielen Dresdnern wichtig. Mit der finanziellen Zusage des Bundes und des Freistaates Sachsen ist die Chance groß, dass die Dresdner dieses Wahrzeichen zurückbekommen. Wichtig sind uns dabei ein solides Betreiberkonzept ohne dauerhafte städtische Zuschüsse sowie ausreichend Parkplätze und ordentlich ausgebaute Straßen um den Fernsehturm herum.

Keine Panik: Auf den Wandel vorbereitet sein.

Die Schönheit unserer Stadt zeigt sich nicht nur an ihren Gebäuden, sondern auch in ihrer Natur und Landschaft. Auf globale Klimaveränderungen und ihre konkreten Auswirkungen, wie z. B. immer heißere Sommermonate, wollen wir mit mehr Stadtgrün, städtebaulichen und auch gestalterischen Maßnahmen, verstärkten Dachbegrünungen, dem Schutz der Kaltluftschneisen wie auch einer Vielzahl kleinerer Maßnahmen wie z. B. Trinkbrunnen reagieren.

Neben klimabedingten Investitionen werden wir uns stärker dem nachhaltigen Schutz der Elbwiesen und der vielfältigen Tier- und Pflanzwelt im Stadtgebiet widmen. Wir bekennen uns zu unserer Verpflichtung zur Bewahrung der Schöpfung.

Auch der Schutz und die Hege von Insekten, insbesondere Wildbienen, liegen uns am Herzen. Dabei soll insbesondere die frühe Bienensterblichkeit wirksam reduziert sowie Lebensstätten und Nisthabitate erhalten, gepflegt und entwickelt werden. Weiterhin sollen Nahrungsquellen geschützt und bereitgestellt werden. Dabei ist Rücksicht zu nehmen, welche Einzelmaßnahmen im städtischen Raum anwendbar sind und langfristig zum Erhalt der Bienenpopulation dienen.

Mit entsprechenden Informationsmöglichkeiten auf bzw. an städtischen Grün- und Parkanlagen, Waldgebieten und den Elbwiesen sowie an weiteren prädestinierten Standorten im Dresdner Stadtgebiet soll für die Themen Nachhaltigkeit und Schutz der heimischen Flora und Fauna sensibilisiert werden.

Heimat und Identität: Ortschaften erhalten.

Tradition und Identität sind uns und auch vielen Dresdnern wichtig. Diesem Bedürfnis nach Heimat fühlen wir uns verpflichtet. Wir bekennen uns zum Erhalt unserer Ortschaften Altfranken, Cossebaude, Gompitz, Langebrück, Mobschatz, Oberwartha, Schönborn, Schönfeld-Weißig und Weixdorf.

Deshalb werden wir die Beschlüsse von Rot-Rot-Grün zur Abschaffung der Ortschaften rückgängig machen und mit den Ortschaften auf Augenhöhe über deren Zukunft nach 2034 beraten.